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Angebote der Fachstelle DOKE in 2024/2025

Die Fachstelle DOKE erweitert ab 2024 ihre Zielgruppe und ihre Dienstleistungen, um den beratenen Organisationen mehr Flexibilität und Möglichkeiten für ihre Diversity-Vorhaben zu bieten. Die Erweiterungen sollen sicherstellen, dass die Organisationen ihre Vorhaben bedarfsgerecht bearbeiten und vertiefen können. Die Interessensbekundungsphase für die prozessorientierte Beratung und Begleitung hat am 12. Februar begonnen. In diesem Artikel erläutern wir die wichtigsten Neuerungen des Angebots der Fachstelle DOKE und das Interessenbekundungsverfahren. 


Foto von Icons8 Team auf Unsplash

Mehr Flexibilität und bedarfsorientierte Angebote für vertiefendes Arbeiten 

Die Fachstelle DOKE bietet auch in 2024/2025 wieder anlassbezogene und prozessorientierte Beratung zu Diversity und Antidiskriminierung sowie dem Antidiskriminierungs-Beschwerderecht an. Neu ist, dass auch nachgeordnete Behörden und nicht-rechtsfähige Anstalten im Land Berlin die Dienstleistungen der Fachstelle DOKE in Anspruch nehmen können. 


Flexibilität und Bedarfsorientierung stehen weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit der Fachstelle. Mit der Einführung eines Beratungskontingents kann der Umfang der anlassbezogenen Beratung flexibel festgelegt werden, abhängig von der Komplexität der Anfrage. Die Formate der anlassbezogenen Beratung bleiben variabel und umfassen Beratungsgespräche, Inputs, Workshops, diskriminierungskritische Lektorate von Leitfäden und Konzepten, Hospitationen von Auswahlgesprächen sowie Akquiseformate und mehr.  


Die prozessorientierte Beratung und Begleitung, also die externe Begleitung eines spezifischen Diversity-Vorhabens, wird erstmals auch phasenorientiert angeboten. Dies richtet sich besonders an Organisationen, die bereits ein Diversity-Vorhaben initiiert haben und für ausgewählte Prozessabschnitte (z.B. Bestandsaufnahme, Strategie-, und/oder Maßnahmenentwicklung, usw.) externe Beratung und Begleitung wünschen.  


Erstmals werden (beratenen) Organisationen nun auch halbtägige Follow-Up Workshops nach abgeschlossenen Diversity-Prozessen angeboten. Diese dienen der Reflexion und Auswertung möglicher Ergebnisse und Erkenntnisse mit dem Ziel der nachhaltigen Verankerung in den Organisationsstrukturen. 


Zusätzlich unterstützt die Fachstelle DOKE bestehende Strukturen im Land Berlin (z.B. Diversity-Ansprechpersonen) umfassend durch Einzelberatung. Dieses Angebot richtet sich sowohl an Prozessverantwortliche, die zur Umsetzung ihres Diversity-Vorhabens beraten werden können, als auch an Mitarbeitende, die für die Diversity-Entwicklung zuständig sind und Beratung zur Initiierung und Umsetzung eines Diversity-Prozesses wünschen.  


Darüber hinaus reagiert die Fachstelle DOKE auf den Bedarf nach kürzeren Wissensaufbau- und Austauschformate. Auch in 2024/2025 führt die Fachstelle organisationsübergreifende Workshops zu den Themen Diversity, Antidiskriminierung und Antidiskriminierungs-Beschwerderecht durch.  

 

Die Relevanz der Fachstelle DOKE 

Die Ausweitung des Angebots basiert auf den Erfahrungen der letzten Jahre und adressiert spezifische Herausforderungen innerhalb der Berliner Verwaltung. Laut Eren Ünsal, Leiterin der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS): „Für Verwaltungen ist es zunehmend wichtiger, sich aktiv mit Diversity und Antidiskriminierung auseinanderzusetzen. Dabei geht es darum, gesetzliche Vorgaben umzusetzen, Teilhabe sicherzustellen und Barrieren abzubauen. Die Umsetzung von Diversity-Prozessen in der Verwaltung ist durchaus anspruchsvoll: Wie bei allen Veränderungsprozessen bedarf es Wissen um interne Strukturen und Abläufe, Kommunikationsfähigkeit, Diversity-Kompetenz und auch einer gewissen Frustrationstoleranz. Die Fachstelle DOKE unterstützt Behörden dabei, Verwaltungsabläufe zu überarbeiten: Was gilt es zu berücksichtigen? Welche konkreten Instrumente könnten entwickelt und zur Verfügung gestellt werden, um Diskriminierung und strukturelle Barrieren abzubauen? Die Fachstelle begleitet Organisationsentwicklungsprozesse und unterstützt die Professionalisierung der Verwaltung zu Themen wie Diversity, Antidiskriminierung, Partizipation etc." 

 

Das Interessensbekundungsverfahren 2024/2025 

Auch in 2024/2025 bietet die Fachstelle DOKE Bezirksämtern, Senatsverwaltungen sowie nachgeordneten Behörden und nicht-rechtsfähigen Anstalten im Land Berlin langfristige oder phasenorientierte Beratung und Begleitung an. Interessierte Organisationen können bis zum 12. April 2024 ihr Interesse an diesem Angebot bekunden (Interessensbekundungsformular). Bewerbungen können sich auf einzelne Organisationseinheiten (z.B. Abteilungen, Referate, Fachabteilungen) oder die gesamte Organisation/Behörde beziehen. Der Prozess kann ab Mai 2024 mit der Auftragsklärung starten und ist bis November 2025 abzuschließen. 

 

Eine gute Grundlage für Diversity-Vorhaben bietet das Diversity-Landesprogramm mit den Schwerpunkten auf Personal und Öffentlichkeitsarbeit, § 11 Landesantidiskriminierungsgesetz (Förderung einer Kultur der Wertschätzung von Vielfalt) sowie die Rahmendienstvereinbarungen zu Antidiskriminierungs-Beschwerdestrukturen. Bei der Themensuche kann die einfache Frage helfen: „Welche Herausforderung haben wir in Bezug auf Diversity und Antidiskriminierung?“. Grundsätzlich bietet die Fachstelle prozessorientierte Beratung und Begleitung zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten und Zielsetzungen an, die sich beispielsweise an Fragen wie der Identifikation und Reduzierung von Diskriminierungsrisiken in Geschäftsprozessen, der Entwicklung einer Diversity-Strategie, der Schaffung von diversitätsorientierten Leitsätzen und Leitbildern, der Einrichtung von Empowerment-Räumen für unterrepräsentierte Mitarbeitende, dem Aufbau von Beschwerdestrukturen nach AGG oder LADG sowie der Abstimmung unterschiedlicher interner Antidiskriminierungs-Anlaufstellen orientieren.  


Die Anzahl der Beratungsplätze ist begrenzt, daher erfolgt die Auswahl der Organisationen anhand folgender Kriterien: 

  • Passung des geschilderten Diversity-Vorhabens zu den Projektzielen der Fachstelle DOKE 

  • Motivation: Reflexions- und Veränderungsbereitschaft der Organisation 

  • Verpflichtung und Bereitschaft zur Umsetzung 

  • Bereitstellung ausreichender personeller und zeitlicher Ressourcen 

  • Ressourcentechnische Umsetzbarkeit durch die Fachstelle DOKE 


Die wichtigsten Informationen zum Angebot und das Interessensbekundungsformular finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen! 

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